Das Mikrofon wurde nahezu zeitgleich mit dem Telefon entwickelt. Mit der Erfindung von elektromagnetischen Wandlern war der Grundstein für diese Techniken gelegt. Schon im Jahr 1860 entwickelte der italienische, allerdings in die USA ausgewanderte, Ingenieur Antonio Meucci ein Telefon. Diese Entwicklung basierte auf einem von ihm erfundenen elektromagnetischen Wandler.
Da er jedoch nicht das nötige Geld für die Patentanmeldung aufbringen konnte, wird diese Erfindung heute dem Schotten Alexander Graham Bell angerechnet, der 1876 ein technisch gleichartiges Patent anmeldete.
Das 1962 von Gerhard M. Sessler und James Edward Maceo West entwickelte Elektret-Mikrofon ist heute mit 90 Prozent Marktanteil das am weitesten verbreitete.
Mikrofontypen
Es gibt verschiedene Mikrofontypen, die nahezu jedes Einsatzgebiet abdecken. Die Funktion der dynamischen Mikrofone basiert auf dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Dieser Typ wird vor allem im Live-Einsatz und zur Mikrofonierung von Schlagzeugen genutzt.
Die Kondensatormikrofone arbeiten – wie der Name vermuten lässt – nach dem physikalischen Prinzip eines Kondensators. Dieser Mikrofontyp ermöglicht eine sehr hohe Signalqualität, weshalb er in Tonstudios inzwischen Standard ist. Aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit sind Kondensatormikrofone für den Live-Einsatz eher ungeeignet.
Elektretmikrofone sind in ihrer Bauform eng mit den Kondensatormikrofonen verwandt. Diese Geräte benötigen nur sehr wenig Strom und haben eine extrem kompakte Bauweise. Dies begünstigt – ebenso wie die niedrigen Kosten und die gute Signalqualität – den Einbau in mobilen Geräten.
Das heute nur noch sehr selten verwendete Kohlemikrofon besitzt leider sehr schlechte Wiedergabeeigenschaften. Es liefert jedoch ein starkes Signal, deshalb wurde es früher in sehr vielen Telefonen verbaut. Eine Signalverstärkung für die Fernübertragung war so nicht notwendig.
Bild: http://www.flickr.com/photos/celsim/3562865913/ – Celsim Studios von Celsim bei Flickr
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